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Bar in Montenegro: der alte Ölbaum und die Ruinenstadt erklärt

4 Min. Lesezeit Von Balkan eSIM Team
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Bar in Montenegro: der alte Ölbaum und die Ruinenstadt erklärt

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Bar an der montenegrinischen Küste ist vor allem für zwei Dinge bekannt: einen jahrhundertealten Olivenbaum am Stadtrand und die verlassene Ruinenstadt Stari Bar oberhalb des heutigen Zentrums — beide sind eigene, klar getrennte Ziele und keine Attraktion in einem. Wer nur einen kurzen Zwischenstopp einplant, sollte vorher wissen, welches der beiden Ziele zur verfügbaren Zeit passt.

Dieser Beitrag erklärt, was beide Orte tatsächlich sind und wie sich Bar insgesamt von den lebhafteren Ferienorten entlang der übrigen Küste unterscheidet.

Der alte Ölbaum: was dort wirklich steht

Am Rand des heutigen Bar steht ein außergewöhnlich alter Olivenbaum, der zu den ältesten seiner Art in dieser Region zählt. Sein knorriger, weit ausladender Stamm ist über die Jahrhunderte in mehrere Teile aufgespalten, wird aber durch Stützen und eine Einfassung erhalten und ist frei zugänglich zu besichtigen.

Das Besondere ist weniger die Größe als das Alter: Der Baum wird von lokalen Quellen auf ein Alter geschätzt, das weit über das der meisten Gebäude an dieser Küste hinausgeht. Für einen kurzen Zwischenstopp reicht ein Blick und ein paar Minuten am Baum völlig aus — es ist kein Ziel, das einen ganzen Nachmittag füllt.

Stari Bar: die Ruinenstadt oberhalb der heutigen Stadt

Stari Bar liegt einige Kilometer landeinwärts und oberhalb des modernen Bar, auf einem Hügel mit Blick über die Ebene bis zum Meer. Es handelt sich um eine historische Festungsstadt, die über Jahrhunderte bewohnt war und im späten 19. Jahrhundert durch einen Konflikt weitgehend zerstört und danach nicht wieder aufgebaut wurde — seitdem liegt sie als Ruinenstadt da.

Innerhalb der Mauern lassen sich Reste von Kirchen, Zisternen, Wohnhäusern und einer alten Uhrturmruine erkennen, verteilt über ein weitläufiges, teils überwuchertes Gelände. Anders als restaurierte Altstädte anderswo an dieser Küste wirkt Stari Bar bewusst unfertig und roh — genau das macht für viele Besucher den eigentlichen Reiz aus.

Wie beide Ziele zusammenhängen — und wie nicht

Der alte Ölbaum steht im heutigen Bar an der Küste, Stari Bar liegt auf dem Hügel landeinwärts: Es handelt sich um zwei getrennte Orte mit eigener Anfahrt, nicht um zwei Stationen eines gemeinsamen Rundgangs. Wer beide sehen will, braucht ein Fahrzeug oder ein Taxi für die kurze Strecke zwischen beiden.

Für einen sehr kurzen Zwischenstopp auf der Durchfahrt lohnt sich meist nur eines der beiden Ziele; für einen entspannten Halbtag lassen sich beide gut verbinden, weil die Entfernung zwischen ihnen gering ist.

ZielLageWas dich erwartetZeitaufwand
Alter ÖlbaumIm heutigen BarEin einzelner historischer BaumWenige Minuten
Stari BarHügel oberhalb der StadtWeitläufige RuinenstadtEin bis zwei Stunden

Warum Bar anders wirkt als der Rest der Küste

Bar ist in erster Linie ein Hafen- und Handelsort mit einem großen Fährterminal, nicht ein durchgestalteter Ferienort wie viele andere Orte an dieser Küste. Das Zentrum ist funktional statt kulissenhaft, und der touristische Betrieb konzentriert sich stärker auf die beiden genannten Sehenswürdigkeiten als auf eine Strandpromenade mit Bars und Restaurants.

Für Reisende, die einen ruhigeren, weniger auf Tourismus ausgerichteten Charakter suchen, ist das ein Pluspunkt; wer die Ferienort-Atmosphäre mit Strandleben und Nachtleben sucht, findet sie eher an anderen Orten dieser Küste.

Der Hafen von Bar und die Fährverbindung nach Italien

Neben den beiden Sehenswürdigkeiten ist Bar vor allem als Fährhafen bekannt: Von hier aus bestehen Verbindungen über die Adria nach Italien, was den Ort für Reisende auf einer größeren Balkan-Route zu einem naheliegenden Ein- oder Ausstiegspunkt macht. Wer über diese Fährverbindung anreist oder abreist, kommt praktisch automatisch an den beiden Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei, ohne einen eigenen Umweg einplanen zu müssen.

Der Fährhafen selbst liegt zentral im heutigen Bar, nur kurze Wege vom historischen Ölbaum entfernt, während Stari Bar auf dem Hügel etwas mehr Fahrzeit erfordert. Wer die Ankunfts- oder Abfahrtszeit der Fähre kennt, kann die verbleibende Zeit gut zwischen beiden Zielen aufteilen.

Blick von Stari Bar über die Ebene

Der eigentliche Höhepunkt eines Besuchs in Stari Bar ist oft weniger ein einzelnes Gebäude als der Blick von den oberen Mauerresten über die fruchtbare Ebene bis zur Adria. Diese Ebene versorgt Bar traditionell mit Zitrusfrüchten, und die Kombination aus Ruinenstadt, grüner Ebene und Meer im Hintergrund ist ein Motiv, das sich von keinem anderen Punkt an dieser Küste in gleicher Form findet.

Festes Schuhwerk ist auch hier sinnvoll, weil viele Wege innerhalb der Ruinenstadt unbefestigt und uneben sind und Teile des Geländes noch nicht vollständig zugänglich gemacht wurden.

Bar als Stopp auf der Route

Bar liegt an der Küstenstraße im Süden Montenegros und eignet sich damit gut als Zwischenstopp auf dem Weg weiter Richtung Albanien oder zurück Richtung Budva und Kotor. Wer auf dieser Route auch den Skutarisee besuchen möchte, findet Details dazu in unserem Beitrag zum Baden am Skutarisee.

Datenverbindung für die Weiterfahrt

Gerade auf der Fahrt landeinwärts zu Stari Bar, wo die Beschilderung nicht überall selbsterklärend ist, hilft eine funktionierende Datenverbindung für Navigation und aktuelle Informationen. Die Optionen für die Region stehen auf der Preisübersicht, die Grundlagen zur eSIM erklärt was ist eine eSIM, und welche Länder der Balkanregion abgedeckt sind, steht in den FAQ.

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